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Starker Standort. Erfolgreiche Unternehmen. Engagierte Belegschaften.
“Brandenburg ist ein Qualitätsstandort. Und Brandenburg überzeugt durch wirtschaftliche Vielfalt.”
Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) begeht in diesem Jahr ihr 25jähriges Jubiläum: Seit 2001 unterstützt sie die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Brandenburg. Mit ihrer Arbeit trägt sie zu Wachstum und Dynamik in Unternehmen, Kommunen und Institutionen bei. Welche Herausforderungen die zurückliegenden Jahre geprägt haben, wie die aktuellen Themen aussehen und wie das neue Service-Portfolio hilft, die positive Entwicklung zu stärken, darüber informieren im Gespräch mit THEMEN!magazin die WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt und Sebastian Saule.
Herr Dr. Kammradt, wie spiegeln sich 25 Jahre Engagement für den Standort Brandenburg?

- Gewerbegebiet Hagenwerder (Foto: WFBB)
Seit ihrer Gründung vor 25 Jahren bietet die WFBB einen breiten Service als One-stop-agency an. Als zentraler Ansprechpartner für Investoren, ansässige Unternehmen und innovative Gründungen im Land Brandenburg bieten wir alle Leistungen zur Wirtschafts- und Arbeitsförderung aus einer Hand – von der Unterstützung bei der Ansiedlung und Erweiterung über Innovationen, Internationalisierung und Vernetzung bis zur Fachkräfteakquisition und -qualifizierung. Darüber hinaus ist die WFBB die Energie- und Klimaagentur des Landes. Erfolgreiche Wirtschaftsförderung ist dabei immer Teamwork. Deshalb arbeitet die WFBB eng zusammen mit ihren Partnern – den Ministerien, der Förderbank ILB oder den Kammern ebenso wie mit den kreislichen und kommunalen Wirtschaftsförderungen auf regionaler Ebene und vielen mehr. Diese enge Kooperation ist ein ausgewiesener Standortvorteil in Brandenburg. Das hat die erfolgreiche Umsetzung der Tesla-Gigafactory in Rekordzeit gezeigt – in nur 861 Tagen von der Verkündung der Investitionsentscheidung bis der erste Tesla „Made in Brandenburg“ aus der Gigafactory gerollt ist. Ebenso freuen wir uns über die Gesamtbilanz zu 25 Jahren Wirtschaftsförderung für Brandenburg: 9.285 Unternehmensprojekte hat die WFBB seit ihrer Gründung 2001 unterstützt – darunter 3.228 Ansiedlungen und 6.021 Innovationsprojekte. Damit verbunden sind 93.315 Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von 22,8 Milliarden Euro. Rechnerisch hat die WFBB damit jeden Tag ein Unternehmensvorhaben mit 10 neuen Arbeitsplätzen unterstützt.
Sie konnten kürzlich ein positives Jahresergebnis 2025 vorstellen …
Ja, das hat uns sehr gefreut. In unserem Jubiläumsjahr konnten wir ein starkes Vorjahresergebnis bilanzieren 3.059 Arbeitsplätze (das sind 17 Prozent mehr als 2024) und ein neuer Investitions- Rekord mit 3,2 Milliarden Euro. Dahinter stehen 310 Investitions- und Innovationsprojekte. Dies zeigt, der Standort Brandenburg hat sich 2025 in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behauptet. Hinzu kommen 1.044 Beratungen zum Thema Arbeit, 781 Dienstleistungen zur Außenwirtschaft, 671 Dienstleistungen zum Thema Energie sowie 433 Dienstleistungen für Startups und Gründungen. Ganz besonders erfreulich daran ist, dass das Geschäft gerade zum Jahresende angezogen hat. Das stimmt positiv für die weitere Entwicklung. Und wir wollen diese Entwicklung weiter unterstützen: Mit der neuen Energie- und Klimaagentur Brandenburg bieten wir insbesondere Kommunen einen zusätzlichen Service.
Herr Saule, können Sie etwas zur Innovationsbilanz und Gründungsdynamik sagen?
Die Unternehmen haben im vergangenen Jahr unsere Angebote zur Innovationsberatung intensiv genutzt. 169 aktiv unterstützte Projekte, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr, stehen für die Stärkung des Innovationsstandortes Brandenburg. Beispielhaft dafür: Siemens Energy betreibt am Standort Ludwigsfelde mit dem Clean Energy Center ein Testzentrum für sparsame Gasturbinen und forscht gemeinsam mit der Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH aus Wittenberge zur optimalen Mischung von Wasserstoff und Erdgas. Innovativer Mittelstand und Global Player arbeiten in Brandenburg Hand in Hand!
Auch die Gründungsszene wächst. Im jüngsten Ranking des Deutschen Startup-Verbandes liegt Brandenburg bei den Startup-Neugründungen pro Kopf auf Platz 6 unter den Flächenländern und auf Platz 2 in Ostdeutschland. Mit 433 Dienstleistungen zur Gründungsunterstützung trägt die WFBB einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei. Stellvertretend stehen die Deal Engine GmbH aus Potsdam, die mit einer KI-gestützten Sales-Engine arbeitet, und die TOAF GmbH Nauen, die ein smartes Hygiene-System in Gebäuden auf Basis von Wasser, Salz und Strom anbietet.
Warum eine neue Energie- und Klimaagentur Brandenburg?
Themen wie Energieeffizienz oder Klimaanpassung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der neue Bereich „Energie- und Klimaagentur Brandenburg“ bündelt die bisherige Energieagentur und die Stabsstelle Anwendung Elektro- und Wasserstoffmobilität. Hinzu kommt ein neues Team „Klima“, das sich gerade im Aufbau befindet.
Damit erhalten die Kommunen ein umfassendes Unterstützungsangebot aus einer Hand: von der Beratung zu Klimaschutz und Klimaanpassung über Energieeffizienz, Energiemanagementsysteme und Erneuerbare Energien bis zum Ausbau der Elektromobilität. Mit der Verbindung aus Wirtschaftsund Arbeitsförderung und der neuen Rolle als Energie- und Klimaagentur deckt die WFBB damit ein Aufgabenfeld ab, das in dieser Form in Deutschland einmalig ist.
Wir danken für das Gespräch.
www.wfbb.de
Spannende Neuansiedlungen des Jahres 2025
Die Schwarz Gruppe errichtet in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) einen Data-Center-Campus, der die Lausitz als digitale Zukunftsregion stärken wird. Mittelfristig fließen rund 11 Milliarden Euro in das Projekt, geplant sind sechs Gebäude auf 13 Hektar Fläche. Die ersten drei Gebäude sollen bis Ende 2027 fertiggestellt werden, mit einer Anschlussleistung von zunächst rund 200 Megawatt.
In Ludwigsfelde startet der Premium-Anbieter Brabus Automotive den Aufbau hochwertiger Caravan-Ausbau- und Individualisierungskomponenten und schafft damit 50 neue Arbeitsplätze.
In Schwedt entsteht mit der Ansiedlung der OutNature GmbH eine Anlage zur Herstellung von Papierfasern aus regionalen Agrarerzeugnissen, mit einem Investitionsvolumen von 11,2 Millionen Euro.
Die Digos Potsdam GmbH errichtet in der Landeshauptstadt eine Produktionsstätte für Laser-Ranging-Stationen, mit denen sich die Flugbahnen von Satelliten und Weltraumschrott hochpräzise vermessen lassen.



