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Langfristige Planungssicherheit und innovative Finanzierungslösungen entscheidend
Die Energiewende tritt in eine neue Phase ein. Für Stadtwerke bedeutet sie einen massiven Investitionshochlauf – insbesondere in Stromnetze, Wärmewende, Erneuerbare Energien und Digitalisierung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Finanzierung, Planungssicherheit und regulatorische Verlässlichkeit. Dies zeigt die neue Stadtwerkestudie 2026 zur Finanzierung der Infrastruktur der Energiewende, die der BDEW gemeinsam mit EY veröffentlicht hat.
Historischer Investitionshochlauf prägt die Energiewende
Der Umbau der Energieinfrastruktur erreicht eine neue Dimension. Für neun von zehn der befragten Stadtwerke geht der Investitionsbedarf deutlich über das bisherige Niveau hinaus. Ein Viertel der Unternehmen rechnet sogar mit einem Anstieg der Investitionen von mehr als 200 Prozent. Besonders hohe Investitionen werden in den kommenden Jahren beim Ausbau der Stromnetze, der Wärmeversorgung sowie bei Erneuerbaren Energien erwartet. Die Energiewende wird damit zunehmend zu einer Finanzierungs- und Strukturierungsaufgabe. Neben technischen, regulatorischen und personellen Herausforderungen rückt die langfristige Sicherstellung ausreichender Finanzierungsmöglichkeiten in den Mittelpunkt.
Es braucht langfristig verlässliche und investitionsfördernde Rahmen-bedingungen
Diese Entwicklung erfolgt in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen und regulatorischen Umfeld. Regulatorische Veränderungen, politische Entscheidungen und sich wandelnde Rahmenbedingungen beeinflussen zunehmend die Wirtschaftlichkeit und die Planbarkeit von Investitionsvorhaben. Vor diesem Hintergrund bewerten nur noch 47 Prozent der befragten Stadtwerke ihren aktuellen Geschäftserfolg als „gut“ oder „sehr gut“. Vor vier Jahren waren es noch 75 Prozent. Auch die Erwartungen für die kommenden Jahre bleiben differenziert: Lediglich 43 Prozent blicken positiv in die Zukunft.

- Quelle: Stadtwerkestudie 2026
Wettbewerb um Kapital gewinnt an Bedeutung
Die Studie zeigt, ein steigender Investitionsbedarf der Stadtwerke geht mit einem wachsenden Bedarf an zusätzlichen Finanzierungsquellen einher. Mit steigendem Bedarf verschärft sich damit der Wettbewerb um Kapital – national wie international. Vor diesem Hintergrund gewinnen strategische Entscheidungen über die Ausrichtung von Portfolio und Geschäftsfeldern an Bedeutung.
Dabei stehen Fragen nach Rendite, Risiko und Eigentümererwartungen ebenso im Fokus wie die Entscheidung, welche Geschäftsfelder selbst betrieben, partnerschaftlich entwickelt oder ausgelagert werden. Dies kann eine stärkere Fokussierung auf die relevanten Investitionen ermöglichen. 92 Prozent der befragten Stadtwerke erwarten, dass die notwendigen Investitionen zusätzlich durch externe Finanzierungsinstrumente unterstützt werden müssen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, unter welchen Bedingungen Investitionen aus Sicht von Kapitalgebern als planbar, risikoangemessen und investierbar gelten.
Grundlage der Studie ist eine bundesweite Befragung von 100 Stadtwerken und regionalen Energieversorgern. Die Stadtwerkestudie 2026 ist abrufbar unter:
www.bdew.de/energie/stadtwerke-studie



