Nachricht

< Digitale Resilienz wird Führungsaufgabe
07.04.2026 15:17 Alter: 28 days

KI ganzheitlich denken und implementieren

„Wie lässt sich KI so implementieren, dass sie tatsächlich Wirkung entfaltet?“


Andreas Weber, CEO der kraftwerk Software Gruppe

Künstliche Intelligenz hat auch die Energiebranche erreicht. Andreas Weber, CEO der kraftwerk Software Gruppe, zeigt in einem Gastbeitrag für THEMEN!magazin warum die Versorgungswirtschaft eine einheitliche Plattform braucht, die sämtliche kaufmännische Prozesse über alle Marktrollen hinweg abbildet und KI dabei als integralen Bestandteil mitdenkt.

Wer mit Entscheidern der Energiewirtschaft über Künstliche Intelligenz spricht, stößt schnell auf eine zentrale Frage: Wie lässt sich KI so implementieren, dass sie tatsächlich Wirkung entfaltet? Die Antwort darauf fällt beim Blick auf den Status Quo entsprechend ernüchternd aus. Denn wer Künstliche Intelligenz als vereinzelte Features begreift, die man an bestehende Systeme andockt, kann ihren Nutzen nie voll ausschöpfen. KI entfaltet ihren Wert erst dann, wenn sie tief in die Architektur einer Softwareplattform integriert ist – und wenn das gesamte Unternehmen bereit ist, mit ihr zu arbeiten.

Eine Plattform, ein Datenpool

Auf der diesjährigen E-world stellte die kraftwerk Software Gruppe erneut ihre umfassende Plattform vor, die die vormals getrennten Branchenlösungen von iS Software und msu solutions auf einer einheitlichen technologischen Basis zusammenführt. Sie basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central und bildet die komplette kaufmännische Wertschöpfungskette ab: Von ERP und Billing über Energiedatenmanagement auf Basis der Fraunhofer- Lösung EMS-EDM Prophet, CRM und Vertriebsmanagement mit den Lösungen Joules.Go und Joules. DIREKT, Enterprise Asset Management bin hin zum Thema E-Mobility über m8mit. Das Ziel ist hierbei eine durchgängige Lösung für alle Marktrollen.
Für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ist dieser Plattformgedanke von zentraler Bedeutung. Denn KI kann bekanntlich nur so gut sein wie die Daten, auf die sie zugreift. Solange Energiedatenmanagement, Dokumentenmanagement und Kundenbeziehungsmanagement jedoch in getrennten Silos liegen, bleibt jede KI-Anwendung Stückwerk. Die kraftwerk-Plattform führt deshalb EDM, DMS, CRM und Co. in einem einheitlichen Datenpool zusammen. Vor allem das selbst entwickelte Dokumentenmanagementsystem liefert dabei eine strukturierte Datengrundlage, die KI-Anwendungen tatsächlich sinnvoll nutzbar macht. Als aktuell einziger Anbieter, vereint kraftwerk Software alle diese Prozesse in einer integrierten Plattform, und bietet damit im Zeitalter der KI-gestützten Geschäftsprozesse echte Mehrwerte.

KI integrieren, nicht nur anbinden

Angesichts unzähliger KI-Anwendungen, die derzeit von verschiedensten Herstellern vorgestellt werden, lohnt es sich, zwischen externen Tools und integrierten Lösungen zu unterscheiden. Die meisten Softwareanbieter binden mittlerweile diverse KI-Funktionen über Schnittstellen an ihre Lösungen an, etwa Chatbots für den Kundenservice oder Prognose-Tools. Die kraftwerk Software Gruppe verfolgt hingegen einen ganzheitlicheren Ansatz und integriert KI direkt in die Plattform.

Konkret bedeutet das:

Auf Basis des Microsoft Copilots und eigener MCPServices bietet die Plattform an vielen Stellen Möglichkeiten zur promptbasierten Interaktion. MCP steht für „Model Context Protocol“ – ein offener Standard, der es KI-Modellen ermöglicht, sicher und standardisiert auf externe Datenquellen und Werkzeuge zuzugreifen. kraftwerk Software betreibt hierfür einen eigenen MCP-Server in einem hochsicheren und hochverfügbaren Rechenzentrum, was effiziente und zuverlässige agentische Workflows ermöglicht. KI-Agenten können so jederzeit eigenständig Aufgaben ausführen, Entscheidungen vorbereiten und Prozesse automatisieren, von der Datenerfassung über Compliance-Checks bis hin zur Abrechnung.

Die krafttwerk Software Gruppe legt sich bewusst nicht auf einen einzelnen KI-Stack fest. Der MCPServer bietet hier den Vorteil, offen für verschiedene KI-Modelle und -Dienste, wie Claude, ChatGPT, Gemini und mehr zu sein. Viele der eingesetzten KI-Lösungen sind Eigenentwicklungen, die bei Bedarf durch Large Language Models ergänzt werden können. So bleibt die Kontrolle über Qualität und Validierung durchgängig erhalten.

Agentic AI als strategischer Schwerpunkt

Die bereits erwähnten KI-Agenten, oder Agentic AI, beschreiben KI-Systeme, die nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern proaktiv handeln, Kontexte verstehen und eigenständig mehrstufige Aufgaben erledigen können. In der Energiewirtschaft mit ihrer regulatorischen Komplexität, dem anhaltenden Fachkräftemangel und den steigenden Anforderungen an Datenqualität und Prozessgeschwindigkeit wird genau das zukünftig der Hebel sein, der Unternehmen spürbar entlastet.

Die kraftwerk-Plattform unterstützt solche agentischen Workflows end-to-end: vom Bilanzkreis- und Netznutzungsmanagement über den Messstellenbetrieb bis hin zum strategischen Asset Management, wo die Lösung LCC Nion Betriebsmitteldaten analysiert und die Entscheidungsfindung unterstützt. Der kraftwerk.Operations. Hub digitalisiert wiederum die operativen Prozesse bis zur Bereitstellung aller notwendigen Auftragsinformationen für die Instandhaltung und Zählerbewirtschaftung im Feld. Das Ziel: aus Daten Entscheidungen ableiten, automatisiert und nachvollziehbar.

KI als Frage der Unternehmenskultur

Quelle: kraftwerk Software Gruppe

Technologie allein reicht „aber“ nicht aus. Denn KI wird erst dann zu einem wirksamen Werkzeug, wenn sie nicht nur in der Software, sondern auch in der Unternehmenskultur verankert ist. Die kraftwerk Software Gruppe richtet sich darum auch intern auf das KIgestützte Arbeiten aus. Alle Mitarbeitenden werden im Umgang mit den neuen Technologien geschult und zur umfassenden Nutzung ermutigt. In allen Teams wurden DevOps-Prozesse etabliert, und es wurden Wertströme definiert in denen KI-gestützte Arbeitsweisen den Standard bilden. Der Erfolg dieses konsequenten Ansatzes zeigt sich schon jetzt. Andere Unternehmen der Branche fragen bereits an, wie die KI-Integration bei kraftwerk Software konkret umgesetzt wird. Das macht deutlich, dass der Markt einen Bedarf an ganzheitlichen Konzepten signalisiert, jenseits von Einzellösungen und Pilotprojekten.

Die Energiewirtschaft steht vor gewaltigen Aufgaben: Dazu zählen Regulierungsdruck, Verteilnetzausbau, Smart-Meter-Rollout und steigende Kundenerwartungen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel. Eine fragmentierte IT-Landschaft wird diese Herausforderungen kaum bewältigen können. Was es braucht, sind Plattformen, die entlasten – durch durchgängige Prozesse, einheitliche Daten und Künstliche Intelligenz, die dort wirkt, wo sie den größten Nutzen stiftet.
Die kraftwerk Software Gruppe hat deshalb mit ihrer Plattformstrategie einen Weg eingeschlagen, der KI nicht als Zusatz begreift, sondern als roten Faden, der sich durch alle Prozesse zieht.

www.kraftwerk.io