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03.09.2019 11:01 Alter: 5 yrs

IT-Plattform gibt Orientierungshilfe beim Breitbandausbau

Auch für Stadtwerke bietet die Digitalisierung Chancen, neue Geschäftsfelder aufzubauen und sich als zentraler Ansprechpartner für dieses Thema im eigenen kommunalen Umfeld zu positionieren. Eine neue Kompetenz-Plattform „ihr-digitaler-weg.de“, auf der E-world 2019 erstmals vorgestellt, bietet hier umfassende Hilfestellung und gibt Antworten auf Fragen zum Breitbandausbau. Entwickelt wurde diese Plattform von der tktVivax GmbH aus Berlin.


Dirk Fieml, Geschäftsführer der tktVivax GmbH informiert in seinem Beitrag über die Nutzensaspekte von „ihr-digitaler-weg.de“.

Fotos: tktVivax

Am Thema Glasfaserausbau kommt kein Stadtwerk mehr vorbei, das ist unstrittig. Doch die Frage ist, wie man dieses Thema am besten angeht und inwieweit auch die erforderliche Expertise vorhanden ist. Viele Gespräche mit Stadtwerken gaben deshalb für uns Ende 2018 den Ausschlag, die Kompetenz-Plattform „ihr-digitaler-weg.de“ aufzubauen. Denn bis dato musste man sich alle Informationen mühsam aus unterschiedlichen Quellen zusammensuchen.

Beim Breitbandausbau sind nicht nur technische Herausforderungen zu meistern. Stadtwerke müssen hier den Spagat meistern: Auf der einen Seite sollen sie die politischen Wünsche erfüllen, die von Seiten der Kommune – welche ja in der Regel auch Hauptgesellschafter ist – an sie herangetragen werden. Auf der anderen Seite muss der Glasfaserausbau wirtschaftlich gestaltet werden. Sprich: Man muss letztendlich Produkte anbieten, mit denen sich auch Geld verdienen lässt.

Wegpunkte & Meilensteine

Die Themen, die auf „ihr-digitaler-weg.de“ behandelt werden sind breit gefächert. Gibt es doch viele „Wegpunkte & Meilensteine“, die vor einem Breitbandprojekt zu beachten sind: Eine der wesentlichen Fragen vor jedem Glasfaser- und 5G-Projekt ist die nach möglichen Fördermitteln. Schließlich sieht die Breitbandstrategie der Bundesregierung und der Bundesländer eine finanzielle Förderung des Breitbandausbaus vor.
Beispielsweise werden unterschiedliche kommunale Vorhaben zum Netzausbau in Gebieten unterstützt, in denen sich ein wirtschaftlicher Ausbau für einen Netzbetreiber nicht lohnt. Um derartige Fördermittel abrufen zu können, gilt es zunächst erst einmal, mögliche Fördertöpfe zu identifizieren und die entsprechenden Anträge zu stellen.

Dazu müssen aber zahlreiche Hausaufgaben erledigt werden, wie etwa Marktanalysen, Versorgungs- oder Bedarfsabfragen. In der Regel sind zudem Konzeptionen, Projektbeschreibungen, Kostenermittlungen und andere Dokumentationen sowie oftmals schon fertige Ausschreibungen zur Versorgung von Gebieten oder zum Betrieb kommunaler Netze notwendig. Weitere „Wegpunkte und Meilensteine“ sind dann die Netzplanung und Clusteranalyse.

Und die politische Seite möchte oftmals, dass der Netzausbau ‚publikumswirksam‘ in der Innenstadt startet, während sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht der Aufbau von Glasfasernetzen eher in der Peripherie rechnet: In Wohngebieten, in denen viele Menschen und damit potenzielle Kunden wohnen. In der Innenstadt ist die Anzahl möglicher Kunden dagegen meist überschaubar und ein Netzausbau zu teuer.

Prozess- und Organisationsentwicklung

Nicht zu unterschätzen sind auch die Fragen der Prozess- und Organisationsentwicklung sowie der IT. Abläufe, die mit dem Aufbau und Betrieb von Breitbandnetzen und -angeboten einhergehen unterscheiden sich grundlegend von den Prozessen des herkömmlichen Stadtwerkegeschäfts. Das gilt ebenso für die verwendeten IT-Lösungen. Ein Beispiel ist das so wichtige Kundenmanagement: Mit einem herkömmlichen Stadtwerke- CRM kommt man bei der Vermarktung von Breitbandprodukten nicht weit, denn damit kann beispielsweise keine Provisionierung eines Neukunden durchgeführt werden. Auch die für einen Anschluss wichtigen Netzinformationen stehen hier nicht zur Verfügung.

tktVivax hat mit DICLINA (Digital Client and Network Administration Software) ein Kundenmanagementtool entwickelt, welches Stadtwerke beim Aufbau der neuen Rolle als Internet Service Provider (ISP) unterstützt. DICLINA deckt alle Anforderungen von der ersten Kundenanfrage bis zur technischen Inbetriebnahme ab. Schnell einführbar, prozessorientiert, transparent und vor allem individuell anpassbar.

Erfahrungsberichte

Wie die unterschiedlichen Ausbaustrategien in der Praxis aussehen und welche erfolgreich sind, können interessierte Stadtwerke auf unserer Kompetenzplattform unter dem Punkt „Erfahrungsberichte“ nachvollziehen. Dort wird über eine Reihe von Projekten berichtet, wie etwa die der Stadtwerke Ludwigsburg und der Stadtwerke Bühl oder der ZEAG Energie AG.

Auch wenn das Thema Digitalisierung im kommunalen Umfeld jetzt erst Fahrt aufgenommen hat, muss man das Rad nicht immer neu erfinden. Im Gegenteil: Es macht Sinn, vom Nachbarn zu lernen. Schließlich sind die Projekte immer regional angelegt, die Stadtwerke stehen also nicht in direkter Konkurrenz zueinander. Dies gilt insbesondere auch für die Wegpunkte „Geschäftsmodelle“ und „Produktentwicklung“. Hier stehen Stadtwerke allerdings oft in direkter Konkurrenz zu den etablierten Telekommunikationsanbietern und müssen dabei stets wettbewerbsfähige Produkte entwickeln.

Ein Beispiel ist IPTV, also Fernsehen über Internet. IPTV bietet ein neues TV-Erlebnis, mit hochauflösender Bildqualität (künftig auch in 4K und 8K), zeitversetztes Fernsehen, Aufnahmefunktionen, Replay und Restart sowie Video-On-Demand-Dienste. Durch interaktive Funktionen kann der Kunde sogar selbst live am aktuellen Programm teilnehmen (wie bspw. in Quizsendungen). Häufig bietet IPTV auch eine große Sendervielfalt und insbesondere viele internationale Senderpakete. Auf diesem Feld gibt es bisher nur wenige Anbieter in Deutschland, der Markt ist nicht besonders transparent, die Preisspannen sehr groß und das Sendeangebot variiert je nach Anbieter. Zudem sind die Lizenzrechte für die unterschiedlichen Senderpakete zu verhandeln. Die Wahl des richtigen IPTV-Partners ist also ein zentraler Baustein für ein konkurrenzfähiges Angebot.

Wie kann dieser Weg bestritten werden?

tktVivax steht für einen ganzheitlichen Beratungsansatz und begleitet seine Kunden in allen Phasen der digitalen Transformation, der Restrukturierung oder der Neugestaltung von Geschäftsprozessen. Von der Strategiefindung über Themen wie Fördermittelberatung oder Gebührenkalkulation bis hin zur Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Die Experten der tktVivax können das breite Beratungsspektrum abdecken und Stadtwerke erhalten somit ganzheitliche Beratung aus einer Hand. Nicht zuletzt ist die richtige Partnerauswahl auf dem Weg des Glasfaserausbaus und der Digitalisierung von großer Bedeutung. Auch hier kann tktVivax auf jahrelange Partnerschaften zurückgreifen und kann den Kunden bei Bedarf auch nach erfolgreicher Zusammenarbeit in gute Hände entlassen.

Seit dem Start anlässlich der E-world 2019 werden auf der Kompetenzplattform neben interessanten Blog-Beiträgen und Case- Studies auch aktuelle News rund um die Digitalisierung angeboten. Hinzu kommt ein Begriffslexikon, um auch Nicht-Spezialisten die Möglichkeit zu geben, komprimiert und auf einfachem Weg nachvollziehen können, was sich hinter vielen neuen Abkürzungen der Breitbandwelt verbirgt.

„Was ist beispielsweise ein DSLAM oder ein POP?“ Auf „ihr-digitaler-weg.de“ gibt das Begriffslexikon Erklärungen zu jeglichen Abkürzungen. Unsere neue Plattform verfolgt das Ziel auf einen Blick über aktuelle Themen der Digitalisierung zu informieren. Und: Auf „ihr-digitaler-weg.de“ steht die Fachinformation im Vordergrund.

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