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< Big Data-Plattform zur Erschließung neuer Geschäftsmodelle
11.09.2017 16:30 Alter: 69 days

Systemstabilität verlangt kooperative Zusammenarbeit

Wir sprachen mit Dr. Stephan Nahrath, Geschäftsführer der Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG zu wesentlichen Linien der im Jahr 2016 eingeleiteten strategischen Neuausrichtung.   Foto: www.studio-braun.com


Seit 2013 agiert die Westfalen Weser Energie-Gruppe (WWE) unter dem Motto „Gemeinsam Energie bewegen“. Insgesamt 52 Kommunen und Kreise sind an dem rein kommunalen Unternehmen beteiligt. In ihrer strategischen Neuausrichtung konzentriert sich die Gruppe mit dem „WWE-Erfolgsmodell“ auf werthaltiges Wachstum auch außerhalb der Netze zur Sicherung von Rendite und Ergebnis.

Herr Dr. Nahrath, was gab den Anstoß für eine neue strategische Ausrichtung?

Die Rahmenbedingungen für Energieversorgungsunternehmen

werden nicht leichter,

Zwänge aus der Regulierung, die berechtigten

Ausschüttungserwartungen der Kommunen als

Investoren an uns sowie die demografische

Entwicklung sind die wichtigsten Faktoren.

Neue Wege zu gehen ist auch in dieser Situation

ein Zeichen unternehmerischer Verantwortung.

Da wir kommunalen Gesellschaftern

verpflichtet sind, ist unser Blick zudem ganzheitlich

auf die Region gerichtet. Die Teilhabe

für Kommunen muss sich auch in finanzieller

Hinsicht lohnen, erst wirtschaftlicher Erfolg

bringt Bewegungsfähigkeit. Und die wiederum

ist entscheidende Voraussetzung für die zukunftsfähige

Entwicklung einer Kommune.

Welches Ziel verfolgen Sie mit dem Projekt „Zukunftsfähigkeit“?

Für uns ist wichtig, die Entwicklung der

Westfalen Weser Energie-Gruppe langfristig

zu festigen. Deshalb gab es im Sommer 2016

einen ersten Wettbewerbsvergleich. Die

Analyse ergab, dass wir im Grundsatz wirtschaftlich

gut aufgestellt sind. Sie verdeutlichte

aber auch das sich ändernde Umfeld. Mit

der Schlussfolgerung, die Strategie des Konzerns

als effizienter Dienstleister mit einem

wesentlichen Fokus auf kommunale Kunden,

auf die Sondierung von profitablen Wachstumsfeldern

und auf die Optimierung der

Geschäftsprozesse

auszurichten.

Um mögliche Wachstumsfelder zu finden,

wurde das Portfolio der Dienstleistungen in der

Unternehmensgruppe geschärft. Besonders die

Themen Energienetze, Elektromobilität und

Straßenbeleuchtung bieten hier Möglichkeiten

für weiteres Wachstum. Andere energienahe

Dienstleistungen, wie z. B. der Ausbau von

Breitband oder die Rückgewinnung von Phosphor

aus Klärschlamm, und Stadtwerke-Beteiligungen

werden auf ihre Profitabilität geprüft.

Welchen Stellenwert in der Unternehmensstrategie hat das „WWE-Erfolgsmodell“?

Unsere Tochtergesellschaften Westfalen Weser Netz GmbH (WWN), Energieservice Westfalen Weser GmbH (ESW) und die Westfalen Weser Beteiligungen GmbH (WWB) sind in Ostwestfalen- Lippe, im Weserbergland und im nördlichen Sauerland als regionale Dienstleister der kommunalen Daseinsvorsorge tätig. Die WWN besitzt umfassende Erfahrungen und Kompetenzen im Betrieb von Strom-, Gas- und Wassernetzen. Die ESW versteht sich als Impulsgeber für die Umsetzung der Energiewende vor Ort und als Partner für klimaeffiziente Wärme- und Contractinglösungen in der Region.

Mit der WWB ermöglichen wir die Bündelung sämtlicher Dienstleistungen für Kommunen, bestehende und zukünftige Beteiligungen an Stadtwerken sowie Investitionen in infrastrukturnahe Bereiche. Somit haben wir durch das „WWE-Erfolgsmodell“, der Beteiligung der Konzessionsgeber an ihren Netzen, und durch den Ausbau von Dienstleistungen und Beteiligungen eine attraktive Zukunftsplattform für Kommunen und Stadtwerke in der Region geschaffen.

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