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< Netzausbau in Ostdeutschland – für eine nachhaltige Versorgung
23.11.2017 14:34 Alter: 267 days

Ein Netzwerk voller Energie

Energiewende in Deutschland war zunächst ein politisch verordneter Maßnahmeplan. Von der Energiewirtschaft vorangetrieben ist es inzwischen ein gesellschaftlicher Prozess, der in seinen Strukturen und den Auswirkungen wesentlich komplexer gesehen werden muss. Zur weiteren Gestaltung der Energiewende bedarf es zudem schlagkräftiger Unternehmen, die mit Ihrem Know-how die notwendigen infrastrukturellen und technologischen Prozesse meistern. Zu den führenden Playern zählt Omexom, die Marke für Energie-Infrastrukturen von Vinci Energies.


Einblicke in die Begleitung der Energiewende durch das Unternehmen gibt Frank Westphal, CEO Omexom Deutschland und Geschäftsführer VINCI Energies Deutschland.

Foto: Richard Kliche

Herr Westphal, Omexom bietet ein Netzwerk voller Energie. Was vermittelt diese Botschaft?

Energie ist seit je her ein wichtiges, spannendes und oft auch kontroverses Thema. Und ganz gleich, ob wir uns in Deutschland oder in einem anderen Flecken der Welt befinden, eines ist uns allen gemeinsam: Um erfolgreich wirtschaften zu können, brauchen wir Energie und zwar auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen zu deren Bereitstellung.

Unsere Energieversorgung befindet sich im Umbruch. Ständig wachsende Kapazitäten regenerativer Kraftwerke müssen an die Stromnetze angeschlossen werden. Zusätzlich fordert der liberalisierte Strommarkt neue Transportkapazitäten zur Durchleitung von Energie. Große Energiemengen werden heute dort eingespeist, wo früher die letzten Abnehmer waren. Wir befinden uns jetzt auf einer technologischen Stufe, die für den weiteren Fortgang Unternehmen mit Erfahrung, Expertise und Wissen benötigt. Omexom, die Marke für Energie-Infrastrukturen von Vinci Energies ist ein solches Unternehmen. Unser Fokus liegt auf Leistungen rund um Energie-Infrastrukturen. Gemeinsam mit den Schwestermarken Actemium, Axians und Vinci Facilities wird dieses Portfolio innerhalb der Vinci Energies um Elektro- und Automatisierungslösungen für die Industrie, Software-, Netzwerk- und Kommunikationslösungen sowie um das technische Facility Management erweitert.

Welche Vision steht hinter Omexom?

Die deutsche Energiewende ist einmalig in einem so hochindustrialisierten Land auf der Welt und kann auch Fehler beinhalten. Unsere Vision ist: Wir gestalten den Wandel unserer Energiewirtschaft zur verstärkten Nutzung regenerativer Energien aktiv mit. Und Omexom hat sich genau dieser Sache verschrieben. Hierbei stellen wir ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Bedürfnisse in den Vordergrund.

Seit knapp 30 Jahren ist Vinci Energies auf dem deutschen Markt aktiv. Energie-, Verkehrs- und Kommunikationsinfrastrukturen, Industrieanlagen und Gebäudetechnik stehen im Fokus unseres Engagements. Wir planen und bauen nicht nur elektrische Infrastrukturen sondern wir sorgen auch für den effizienten und störungsfreien Betrieb dieser Einrichtungen.

Dabei entwickeln und verwirklichen wir Partnerschaften einer neuen Art. So übernehmen wir zum Beispiel im Bereich der Kraftwerksinstallation nicht nur die Netzeinspeisung, sondern auch den kompletten Auftragsblock rund um die Installation der elektrischen Kraftwerks- Infrastrukturen. Von der Erdung bis hin zu den Warnleuchten für die Flugsicherung auf den höchsten Kaminen. Vom Brandschutz bis zu den Beleuchtungsanlagen.

Wir bieten unseren Kunden maßgeschneiderte, mehrwertorientierte Lösungen an, die alle Zuverlässigkeits- und Sicherheitskriterien – von der Planung über die Ausführung bis zur Wartung und Betrieb voll erfüllen.

Was ist die Stärke von Omexom?

Durch die teilweise mehr als 130 Jahre zurückreichende Unternehmensgeschichte kann Omexom in Deutschland auf fast einmalige Synergien zurückgreifen. Diese ergeben sich aus dem über Jahrzehnte erworbenen Knowhow in der Region und der Zusammenarbeit innerhalb eines weltweiten Firmenverbundes. Um die einzelnen Unternehmenssparten im Rahmen der übergreifenden Strategie weiter zu stärken, hat Vinci Energies zudem in den vergangenen Jahren durch diverse Akquisitionen sowie strategische Partnerschaften das Wachstum und die Belastbarkeit der Gruppe in Deutschland gesteigert.

Omexom erwirtschaftet weltweit in über 40 Ländern mit mehr als 11.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro im Jahr. In Deutschland erzielt Omexom einen jährlichen Umsatz in Höhe von ca. 350 Millionen Euro und ist flächendeckend mit ca. 3.000 Mitarbeitern für Netzbetreiber, Stadtwerke, kommunale Energieversorger, Handel und Industrie sowie für die Deutsche Bahn tätig. Wir verstehen uns als einen Verbund technischer Dienstleister, der flexibel aufgestellt ist und so beweglich wie ein Mittelständler.

Was charakterisiert das Leistungsportfolio des Geschäftsfeldes Energie-Infrastrukturen?

Um es ein wenig salopp auszudrücken, mit unserem Geschäftsfeld Energie-Infrastrukturen bringen wir die Energiewende ins Netz. Täglich erleben wir wie dramatisch sich die Kraftwerkslandschaft in Deutschland wandelt. Hier können wir mit unserer Erfahrung Partner sein, diesen Wandel effizienter und sicher zu gestalten.

Unser Know-how besteht in der Errichtung von Freileitungen, Kabelanlagen, Umspannwerken und Netzverknüpfungspunkten. Hinzu kommen verstärkt völlig neue Aufgaben, z. B. die Errichtung einer lückenlosen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Insofern sind wir ein gefragter Partner von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern; von Stadtwerken, Industrie und Gewerbe. Ein großer Vorteil in der Zusammenarbeit mit uns besteht darin, dass wir Engineering ohne Bindung an Hersteller anbieten und zugleich die gewerkeübergreifende Umsetzung mit Einschluss von Hoch- und Tiefbaumaßnahmen übernehmen. Demzufolge können wir sowohl als technischer Generalunternehmer als auch als Partner für Teilbereiche agieren.

Die IHK Erfurt hat einen neuen Fortbildungsgang initiiert, bei dem Omexom als Partner für die Weiterbildung kooperiert. Welches Ziel hat diese Weiterbildung?

Die Berufe im Energiemarkt werden immer komplexer und anspruchsvoller. Die Techniker und Monteure übernehmen mit ihrer handwerklichen Arbeit große Verantwortung und tragen entscheidend zum Erfolg der Energiewende und der Digitalisierung bei. Freileitungsmonteure installieren komplexe Komponenten und Systeme an Hochspannungsmasten oder sichern durch Instandhaltung und Wartung die Qualität der Freileitungsinfrastruktur.

Angesichts des akuten Fachkräftemangels unterstützen wir den neuen Ausbildungsgang zur IHK-Fachkraft „Freileitungsmonteur/-in“ in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die diesen ins Leben gerufen hat, um Praxiserfahrung zu trainieren sowie die Sicherheit und Qualität für die Arbeiten im Hochspannungs- und Freileitungsnetz zu erhöhen. Damit sollen die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse in einer geprüften und zertifizierten Weiterbildung vermittelt werden.

Das Programm wurde im Jahr 2016 gestartet. Um die anspruchsvolle mechanische Arbeit in größter Höhe sicher und erfolgreich verrichten zu können, erlernen Weiterbildungsteilnehmer bei drei Bildungspartnern in Thüringen und Bayern theoretische und praktische Fähigkeiten für die Freileitungsmontage.

In vier einwöchigen Modulen kann das Zertifikat zur IHK-Fachkraft Freileitungsmonteur/- in erworben werden. Als Partner wollen wir mit dieser Initiative dazu beitragen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Handwerksqualität als Voraussetzung für die Digitalisierung und Energiewende zertifizieren.

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